berufsanerkennung
HwK Koblenz

Berufsanerkennung

Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen und Kompetenzen

Gleichwertigkeitsfeststellung ausländischer Berufsqualifikationen

Im Ausland erworbene handwerkliche Berufsqualifikationen werden von der Handwerkskammer Koblenz - als zuständige Stelle für Personen mit Arbeitsplatz oder Wohnsitz im Kammerbezirk Koblenz – auf ihre Gleichwertigkeit mit einer deutschen, handwerklichen Referenzqualifikation überprüft. Das Verfahren ist mit Kosten verbunden, diese richten sich nach der jeweils geltenden Gebührenordnung der Handwerkskammer Koblenz. Dabei kommen drei gesetzliche Grundlagen in Frage:

  • Gleichwertigkeitsfeststellungsverfahren nach dem Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG)
  • Gleichstellung nach dem Bundesvertriebenengesetz
  • Gleichstellung auf Grund eines bilateralen Abkommens: Frankreich, Österreich

Wir unterstützen Sie bei Ihrem Antrag und bieten im Rahmen des Projektes „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung sowie Anpassungsqualifizierungen im Falle der Feststellung einer teilweisen Gleichwertigkeit. Hierfür stehen Fördermittel des ESF und BMAS zur Verfügung.

Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Seit dem 01. März 2020 ist das Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FEG) gültig.

Es bietet vor allem kleinen und mittleren Unternehmen die Chance, die dringend benötigten Fachkräfte, insbesondere aus Drittstaaten, zu rekrutieren und stärkt damit die qualifizierte Zuwanderung aus dem Ausland. Das sogenannte „beschleunigte Verfahren“ nach § 81a Abs. 2 Aufenthaltsgesetz soll die bisherigen Wartezeiten von weit mehr als einem Jahr auf die Einreiseerlaubnis von Fachkräften aus Drittstaaten auf 8-10 Wochen verkürzen. Die Ausländerbehörde wickelt dann im Auftrag des von der Fachkraft bevollmächtigen Arbeitgebers die weiteren Schritte ab. Sie klärt die Zustimmung der Arbeitsverwaltung, ob die Arbeitsbedingungen in dem Betrieb gemäß Arbeitsvertrag regulär sind und setzt sich mit der zuständigen Auslandsvertretung in dem Herkunftsland der Fachkraft in Verbindung, damit diese ein Einreisevisum ausstellt.

Damit sowohl die Arbeitgeber*innen als auch die angeworbenen Fachkräfte mit Migrationshintergrund gut beraten und ausreichend unterstützt werden, wurde das Projekt „IQ Service Fachkräfteeinwanderung Handwerk Rheinland-Pfalz“ bei der Handwerkskammer Koblenz ins Leben gerufen. Diese neu eingerichtete Anlaufstelle berät unter Nutzung ihrer Netzwerke zu den Neuregelungen in Bezug auf Einreise und Aufenthalt, zu Verfahren und Vorgehen, zur beruflichen Anerkennung und sprachlichen Bildung. Die Beratungs- und Informationsangebote richten sich wohl an Handwerksbetriebe als auch an Personen, die das FEG in Anspruch genommen haben. Menschen mit einer ausländischen Berufsqualifikation werden zu Fragen der Anerkennung ihres Abschlusses beraten, begleitet und bei Bedarf (nach)qualifiziert.

Die Kammer kann selbst keine Fachkräfte im Ausland anwerben. Sie kennt aber zum einen die am Verfahren beteiligten Stellen wie Ausländerbehörde und Agentur für Arbeit, zum anderen ist die HwK zuständig für die Beurteilung der Qualifikation von Fachkräften. Voraussetzung, als Fachkraft eingestuft zu werden, ist der Abschluss einer formalen Berufsausbildung. Das heißt, es muss eine mehrjährige Berufsausbildung in einer staatlichen oder staatlich anerkannten Einrichtung auf Grundlage staatlicher Lehrpläne mit einer von der für Berufsbildung zuständigen Behörde des Herkunftslandes anerkannten Abschlussprüfung vorliegen. Nur einen mehrmonatigen Kurs und/oder eine Prüfung abgelegt zu haben, reicht nicht.

Das neue Angebot „IQ Service Fachkräfteeinwanderung Handwerk Rheinland-Pfalz“ ist Teil des IQ Netzwerks Rheinland-Pfalz im Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“.

Grundsätzliche Informationen zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz bietet die Bundesregierung auf ihrer Internetseite www.make-it-in-germany.de oder das Land unter www.make-it-in.rlp.de .

IQ-Netzwerk Rheinland-Pfalz

Beratung und Qualifizierung im Handwerk

Schwerpunkte des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung“ sind die Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung, sowie die Planung individueller Anpassungsqualifizierungen für Personen mit einem ausländischen Berufsabschluss, den sie in Deutschland anerkennen lassen wollen.

Im Rahmen der kostenlosen Beratung helfen wir Ihnen bei der Erstellung und Vervollständigung der erforderlichen Antragsunterlagen und der Festlegung des Referenzberufes für ein Anerkennungsverfahren nach dem Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz.

Wenn Sie bereits einen Bescheid der Handwerkskammer über die teilweise Gleichwertigkeit Ihrer Berufsqualifikation haben, erläutern wir Ihnen die Inhalte des Bescheides und planen gemeinsam mit Ihnen die notwendigen Schritte der Anpassungsqualifizierung. Ziel ist es die volle Gleichwertigkeit Ihrer Berufsqualifikation zu erreichen, um Ihnen den Weg in die berufliche Integration zu ermöglichen.

Logo IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz

Das IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz wird koordiniert vom ism – Institut für Sozialpädagogische  Forschung Mainz e.V., ism-mainz.de

Das Programm wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).

Logo Bundesministerium für Arbeit und Soziales

in Kooperation mit

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Europäischer Sozialfonds für Deutschland

Bundesagentur für Arbeit

Logo EU-Zukunft

Valikom Transfer

Berufsrelevante Kompetenzen bewerten und validieren

Menschen ohne formalen Berufsabschluss haben es in der Arbeitswelt nicht immer leicht. Ihnen fehlt ein anerkannter Nachweis über ihr fachliches Know-How und das, was sie können. Insbesondere wenn sie arbeitslos werden, kann dies ein handfestes Problem sein, denn auf dem Arbeitsmarkt werden sie leicht übersehen oder unterschätzt.

Um das vorhandene Know-How dieser Personen sichtbar zu machen und so ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen, wurde im Rahmen des Projekts "ValiKom" ein Verfahren entwickelt und erprobt, mit dem berufsrelevante Kompetenzen, die außerhalb des formalen Bildungssystems erworben wurden, bewertet und validiert werden können.

Logo Valikom

Am Ende des Verfahrens wird durch die Handwerkskammer Koblenz ein Zertifikat ausgestellt, das bescheinigt, welche Tätigkeiten eines Berufes man kann.

Das Validierungsverfahren richtet sich an Personen,

  • die mindestens 25 Jahre alt sind
  • über einschlägige Berufserfahrung verfügen
  • die unabhängig von ihrem derzeitigen Beschäftigungsstatus
  • im In- und/oder Ausland
  • beruflich relevante Kompetenzen erworben haben, diese aber nicht durch einen Berufsabschluss nachweisen können (an- und ungelernte Menschen mit Berufserfahrungen, für Quereinsteiger/innen)
  • sowie ausreichende Deutschkenntnisse besitzen.

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Bundesministerium für Bildung und Forschung





Netzwerk Qualifikationsanalyse

Das Projekt NetQA hat das Ziel, die zuständigen Stellen im Anerkennungsverfahren beim Aufbau einer regionalen Expertise- und Netzwerkstruktur zu Qualifikationsanalysen (QA) zu unterstützen.

NetQA Logo

Das Projekt fördert hierzu die Vernetzung der zuständigen Stellen in allen Fragen rund um die QA – vom ersten Beratungsgespräch mit den Anerkennungssuchenden bis zur Entscheidung über die Gleichwertigkeit der Berufsqualifikation.

Durch entsprechende Austausch- und Unterstützungsangebote soll bis 2022 ein qualitätsgesicherter und effizienter Ablauf von QAs bundesweit angestrebt werden.

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