Mann arbeitet in einer Werkstatt an einem Metallrahmen.
HwK Koblenz

Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen und KompetenzenBerufsanerkennung

Gleichwertigkeitsfeststellung ausländischer Berufsqualifikationen

Im Ausland erworbene handwerkliche Berufsqualifikationen werden von der Handwerkskammer Koblenz - als zuständige Stelle für Personen mit Arbeitsplatz oder Wohnsitz im Kammerbezirk Koblenz – auf ihre Gleichwertigkeit mit einer deutschen, handwerklichen Referenzqualifikation überprüft. Das Verfahren ist mit Kosten verbunden, diese richten sich nach der jeweils geltenden Gebührenordnung der Handwerkskammer Koblenz. Dabei kommen drei gesetzliche Grundlagen in Frage:

  • Gleichwertigkeitsfeststellungsverfahren nach dem Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG)
  • Gleichstellung nach dem Bundesvertriebenengesetz
  • Gleichstellung auf Grund eines bilateralen Abkommens: Frankreich, Österreich

Wir unterstützen Sie bei Ihrem Antrag und bieten im Rahmen des Projektes „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ Qualifizierungsberatung sowie Anpassungsqualifizierungen im Falle der Feststellung einer teilweisen Gleichwertigkeit. Hierfür stehen Fördermittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur Verfügung.

Den Antrag auf Gleichwertigkeitsfeststellung nach BQFG können Sie über den nebenstehenden Link online ausfüllen und einreichen. Die Absendung des Antrags ist u.a. nur mit einem aktuellen Lebenslauf, einer beglaubigten Kopie eines Identitätsnachweises (Personalausweis, Reisepass) und der beglaubigten Kopie und Übersetzung des Ausbildungsnachweises möglich.



Validierungsverfahren
zur Feststellung und Bescheinigung der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs nach Handwerksordnung

Die Handwerkskammer Koblenz ist die zuständige Stelle für Personen im Kammerbezirk Koblenz.

Personen ohne Berufsabschluss haben es in der Arbeitswelt nicht immer leicht. Ihnen fehlt ein anerkannter Nachweis über ihr fachliches Know-How und das, was sie können. Auf dem Arbeitsmarkt werden sie deshalb leicht übersehen und unterschätzt.

Das Validierungsverfahren richtet sich an Erwachsene, die

  • ihren Wohnsitz in Deutschland haben oder die Hälfte der nötigen Berufserfahrung in Deutschland erworben haben,
  • im Referenzberuf keinen deutschen Berufsabschluss oder keinen anerkannten ausländischen Abschluss haben,
  • nicht in einem Berufsausbildungsverhältnis im Referenzberuf stehen,
  • das 25. Lebensjahr vollendet haben sowie
  • ausreichende Deutschkenntnisse besitzen.

Hinweis: Für Menschen mit Behinderung gelten Sonderregelungen.

Bei Verfahrenszulassung wird von der Handwerkskammer Koblenz am Ende des Verfahrens ein Zeugnis über die vollständige Vergleichbarkeit oder ein Bescheid über die überwiegende Vergleichbarkeit ausgestellt.









FIT for German Climate Businesses

Logo - Future International Talents for German Climate Business

Pilotprojekt zur Gewinnung von Fachkräften aus Kolumbien und Usbekistan für das Klimahandwerk

Der Fachkräftebedarf ist angesichts der demografischen Entwicklung und der anstehenden Transformation der Wirtschaft bei vielen Handwerksunternehmen groß. Ein wichtiger Baustein zur Schließung dieser Lücke kann die Einwanderung von Fachkräften aus Drittstaaten sein. Aus diesem Grund führt der Zentralverband des Deutschen Handwerks gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit und der sequa gGmbH das Pilotprojekt „Future International Talents for German Climate Businesses“ (FIT for German Climate Business) durch. Konkret geht es in dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projekt um die Gewinnung von Fachkräften aus Kolumbien und Usbekistan für Handwerksbetriebe in neun beteiligten Projektregionen.

Das Ziel ist es, die Möglichkeiten des novellierten und Ende 2023 in Kraft getretenen Fachkräfteeinwanderungsgesetzes für das Handwerk in ausgewählten Berufen zu erproben und einem Praxistest zu unterziehen. Der Schwerpunkt liegt auf Klimahandwerken. Hierzu gehören im Projekt unter anderem Berufe des Bauhaupt-, des Ausbaugewerbes sowie verschiedene Handwerke für den gewerblichen Bedarf.

Teilnehmende Betriebe werden mit qualifizierten, vorausgewählten Fachkräften in Kontakt gebracht. Die Fachkräfte werden über das Projekt sprachlich und interkulturell in den Herkunftsländern vorbereitet. Das Projekt unterstützt die Beteiligten beim Visumprozess sowie bei der Einreise nach Deutschland. Somit wird sichergestellt, dass die Handwerksunternehmen und die Fachkräfte in jedem Schritt des Einwanderungs- und Integrationsprozesses optimal beraten, begleitet und unterstützt werden. Hierzu steht eine feste Ansprechperson, der/die sogenannte Fachkräfteeinwanderungsberater/in der jeweiligen Handwerksorganisation, zur Verfügung.

Logos der Förderer

Welcome Center

Sie haben als Handwerksunternehmen Interesse an Fachkräften aus dem Ausland? Sie sind eine internationale Fachkraft und möchten in Rheinland-Pfalz arbeiten? Sie haben Fragen zur Einreise oder zum Einleben in Rheinland-Pfalz? Dann ist die Handwerkskammer Koblenz als ein Standort des Welcome Center Rheinland-Pfalz Ihr richtiger Ansprechpartner.

Das Welcome Center Rheinland-Pfalz bei den Industrie- und Handelskammern (IHK) und Handwerkskammern (Hwk) ist ein Service für internationale Fachkräfte und rheinland-pfälzische Unternehmen. Die gemeinsame Initiative dieser Kammern und der Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, internationale Fachkräfte, die in Rheinland-Pfalz arbeiten möchten oder bereits hier beschäftigt sind, bei ihrem Neustart zu unterstützen. Auch die rheinland-pfälzischen Unternehmen finden hier einen Ansprechpartner, wenn es um Fachkräfteeinwanderung aus dem Ausland geht.

 

Integration durch Qualifizierung

Angebote im Rahmen des Förderprogramm IQ – Integration durch Qualifizierung

Bereits seit 2015 ist die Service GmbH der Handwerkskammer im Förderprogramm IQ – Integration durch Qualifizierung engagiert. In der neuen Förderperiode seit Januar 2026 ist sie Partner in den beiden Regionalen Integrationsnetzwerken in Rheinland-Pfalz, die sich an internationale Arbeits- und Fachkräfte bzw. an Unternehmen/KMU richten. Für den Zeitraum 2026 - 2028 wird Unterstützung in zwei Projekten angeboten:

Regionales Integrationsnetzwerk für internationale Arbeitskräfte in RLP (RINIA IQ in RLP): Quali4Job Handwerk

Dieser Projektstrang unter der Bezeichnung "Quali4Job Handwerk" richtet sich vorrangig an internationale Fachkräfte mit im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen im Handwerk. Das Projekt vermittelt praxisnahe Qualifizierungen in modularer Form – bestehend aus virtuellen Lerneinheiten und praktischen Anteilen in Handwerksbetrieben – und begleitet Teilnehmende bei der beruflichen Orientierung sowie bei der Anerkennung ihrer Vorqualifikationen für eine qualifikationsgerechte Tätigkeit im Handwerk. Ein Schwerpunkt liegt auf Handwerksberufen mit umwelt- und klimarelevanten Tätigkeiten, um die nachhaltige Integration in den regionalen Arbeitsmarkt zu fördern.

Regionales Integrationsnetzwerk Willkommens- und Anerkennungskultur internationaler Arbeitskräfte in RLP (IQ RINWA Arrival+ RLP): " Arrival+ Handwerk"

Dieser Projektstrang firmiert unter der Bezeichnung "Arrival+ Handwerk" und richtet sich an Handwerksbetriebe in Rheinland-Pfalz zu Fragen der Gewinnung, Einstellung und nachhaltiger Beschäftigung internationaler Arbeitskräfte. Die Unterstützung der Handwerksbetriebe erfolgt in folgenden Phasen des betrieblichen Integrationsprozesses:

  1. "Navigation" bietet Unternehmen in virtuellen Infoveranstaltungen „Kompass… Internationale Arbeitskräfte“ den Einstieg zur Fachkräfteeinwanderung.
  2. "Orientation" bietet Handwerksbetrieben Beratung zu Berufsanerkennung, beschäftigungsbegleitender Qualifizierung und Sprachförderung.
  3. Der "Awareness Check" hat die Aufgabe, die innerbetriebliche Integration durch Informationsangebote zu fördern.
  4. Der "Onboarding Support" konkretisiert die Information durch Begleitung des Integrationsprozesses.

Das Förderprogramm IQ - Integration durch Qualifizierung zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen ausländischer Herkunft ab. Die Projekte "Quali4Job Handwerk" und „RINWA Arrial+ Handwerk“ sind Teil der Regionalen Integrationsnetzwerke in RLP (RINIA IQ in RLP, IQ RINWA Arrival+ RLP) und werden im Rahmen des Förderprogramms IQ - Integration durch Qualifizierung durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge administriert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Bundesagentur für Arbeit.

Die Regionalen Integrationsnetzwerke IQ in RLP und IQ in Trier werden zusätzlich finanziert durch fünf rheinland-pfälzische Ministerien: Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und DigitalisierungMinisterium für BildungMinisterium für Familie, Frauen, Kultur und IntegrationMinisterium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und WeinbauMinisterium für Wissenschaft und Gesundheit.

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