Wärmebrücken - erkennen, bewerten, berechnen

Mit steigenden Qualitätsansprüchen an die Gebäudehülle gewinnt die Betrachtung von Wärmebrücken immer mehr an Bedeutung. So verlangt die KfW für ihre Effizienzprogramme eine detaillierte Nachweisführung zu Wärmebrücken. In diesem Seminar werden neben den bauphysikalischen und energetischen Hintergründen die Wärmebrückenberechnung und der Gleichwertigkeitsnachweis nach DIN 4108 Beiblatt 2 vermittelt.

Die Berechnung findet unter Anwendung der Software Dämmwerk und Psi-Therm statt. Nach der Programmeinführung folgen praktische Übungen wie unterschiedliche Wärmebrückendetails erstellen, Import einer DXF-Datei und Weiterbearbeitung sowie Beispielrechnungen von Wärmebrücken.


Inhalte

  • Grundlagen zu Wärmebrücken
  • Nachweis der Gleichwertigkeit nach DIN 4108 Beiblatt 2 mit den unterschiedlichen Anforderungen der EnEV und der KfW
  • Unterlagen zur Wärmebrückenbewertung/Wärmebrückenberechnung nach DIN EN ISO 10211 in Verbindung mit DIN 4108 Beiblatt 2
  • Kurze Programmeinführung in Dämmwerk und Psi-Therm
  • Berechnung von Wärmebrücken in Neubau und Bestand mit dem Dämmwerk und/oder Psi-Therm. Verschiedene Konstruktionsdetails stehen für diesen Übungstag zur Verfügung.
  • Bestimmung des längenbezogenen Wärmedurchgangskoeffizienten (psi-Wert) und Überprüfung des Mindestwärmeschutzes nach DIN 4108/2 (f-Wert)
  • Vorschläge zur Vermeidung von Wärmebrücken (wärmebrückenfreie, wärmebrückenarme Konstruktionen)

Dauer:

8 Unterrichtsstunden à 45 Minuten

Voraussetzungen:

Erfahrungen im Bereich energieoptimiertes Bauen und/oder Ausbildung zum Energieberater, Microsoft Excel Kenntnisse, außerdem PC-Kenntnisse am eigenen Notebook. Ein eigenes Notebook ist mitzubringen. Die Software kann als Demoversion heruntergeladen und sollte vor dem Seminar installiert sein. Evtl. sind Adminrechte erforderlich. Link zur Software: https://www.bauphysik-software.de/de-de/testen.html

Bemerkung:

Die Veranstaltung wird für die Eintragung bzw. Verlängerung der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes mit 8 Unterrichtsheinheiten (Wohngebäude), 8 Unterrichtseinheiten (Energieberatung im Mittelstand), 8 Unterrichtsheinheiten (Nichtwohngebäude) angerechnet.