Lehrbetrieb in den HwK-Bildungszentren eingestellt
Gerd Altmann / Pixabay.com

Aktuelle Informationen zum Coronavirus

Stand 02.12.2020

Aufgrund der aktuellen Situation sind unsere Leitungen zeitweise belegt. Gerne bieten wir Ihnen schnellstmöglich einen Rückruf an. Bitte nutzen Sie hierfür das Kontaktformular der Handwerkskammer Koblenz (Name, Telefonnummer und kurze Schilderung des Anliegens).

Für die wichtigsten Themenbereiche haben wir eine Handlungshilfe für Betriebe zusammengestellt. Die FAQ's werden fortlaufend aktualisiert!

Bitte nutzen Sie die Möglichkeit, uns über den Feedbackbogen mitzuteilen, ob Sie mit unseren Handlungshilfen und durchgeführten Beratungen zufrieden waren und was wir gegebenenfalls verbessern können.

Anfragen über das Kontaktformular werden auch über das Wochenende bearbeitet.

Bleiben Sie gesund!

+++Aktuelle Mitteilungen für Betriebe+++



Stand 30.11.2020 - 13. Corona Bekämpfungsordnung (CoBeLVO) veröffentlicht

Die 13. CoBeLVO verlängert die bestehenden Betriebsschließungen bis zum 20.12.2020 und verschärft die allgemeinen Schutzmaßnahmen, so bspw. die Personenbegrenzung für Einrichtungen mit einer Verkaufs- oder Besucherfläche ab 801 qm:

  • Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe sind unter Beachtung der allgemeinen Schutzmaßnahmen weiterhin befugt, ihre Tätigkeit auszuüben. Das Abstandsgebot sowie die Maskenpflicht sind einzuhalten.
    • Ausnahme: Kosmetikstudios sind weiterhin geschlossen zu halten.
    • Fußpflegeeinrichtungen sind erlaubt, sofern Dienstleistungen, die hygienischen oder medizinischen Gründen dienen erbracht werden.
    • Bäckereien, Konditoreien, Cafés, Eisdielen und Fleischereien müssen ihren Gastronomiebereich weiterhin geschlossen halten; Abhol-, Liefer- und Bringdienste sowie der Straßenverkauf (ohne Alkoholausschank) und Ab-Hof-Verkauf sind erlaubt (unter Einhaltung allgemeiner Schutzmaßnahmen, insbesondere Abstandsgebot  und Maskenpflicht).
  • Der Einzelhandel ist unter Beachtung der allgemeinen Schutzmaßnahmen (Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen insgesamt) geöffnet.
    • Insbesondere in Wartesituationen gelten das Abstandsgebot, die Maskenpflicht und die Personenbegrenzung (sowohl in geschlossenen Räumen als auch im Freien).
    • Achtung: die Maskenpflicht gilt auch im unmittelbaren Umfeld der Einrichtung und auf Parkplätzen!
  • Personenbegrenzung bei Einrichtungen:
    • mit einer Verkaufs- und Besucherfläche ≤ 800 qm: ein Kunde pro 10 qm Verkaufsfläche
    • mit einer Verkaufs- und Besucherfläche > 800 qm:
      • ein Kunde pro 10 qm Verkaufsfläche auf einer Fläche von 800 qm
      • ein Kunde pro 20 qm Verkaufsfläche auf der 800 qm übersteigenden Fläche
  • In allen Arbeits- und Betriebsstätten gilt die Maskenpflicht.
    • Die Maskenpflicht gilt nicht zwischen den dort beschäftigte Personen, sofern am jeweiligen Platz der Mindestabstand eingehalten werden kann.

Stand 27.11.2020 - Einladung zur Videokonferenz mit Peter Altmaier

Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung lädt der Koblenzer Bundestagsabgeordnete Josef Oster zu einer Videokonferenz mit dem Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier, ein.

Am Donnerstag, 3. Dezember, 18 Uhr bis 19:30 Uhr, wird der Bundeswirtschaftsminister Unternehmern gerne Fragen zu den Coronahilfen beantworten.

Weiter Details zur Anmeldung entnehmen Sie dem Einladungsschreiben.

Stand 26.11.2020 - Novemberhilfe ab sofort beantragbar

Von angeordneten Schließungen betroffene Unternehmen, Betriebe und Selbständige werden durch eine „außerordentliche Wirtschaftshilfe“ unterstützt, der sogenannten Novemberhilfe.

Die Betroffenen erhalten Zuschüsse von 75 % ihres entsprechenden durchschnittlichen Umsatzes im November 2019, tageweise anteilig für die Dauer des Corona-bedingten Lockdowns.

Soloselbständige können als Vergleichsumsatz alternativ den durchschnittlichen Monatsumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. Bei Antragsberechtigten, die nach dem 31. Oktober 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der Monatsumsatz im Oktober 2020 oder der monatliche Durchschnittsumsatz seit Gründung gewählt werden.

Anträge können ab sofort bis zum 31.01.2021 gestellt werden.

Antragstellung:

  • Unternehmen, die bereits Überbrückungshilfe beantragt haben oder planen Überbrückungshilfe zu beantragen oder Unternehmen, die mehr als 5000,- € Fördersumme erwarten und alle Nicht-Soloselbständigen beauftragen bitte einen prüfenden Dritten (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder Rechtsanwälte) damit, den Antrag auf Novemberhilfe für sie zu stellen.
  • Soloselbständige, die bislang keinen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt haben, können mit dem Direktantrag im eigenen Namen (ohne prüfenden Dritten) bis zu 5000,- € beantragen.
    Voraussetzung für die Anmeldung ist ein ELSTER-Zertifikat.

Die Antragsstellung erfolgt über die Online-Plattform der Überbrückungshilfe.

Quelle: www.ueberbrueckungshilfe.de

Stand 13.11.2020 - Außerordentliche Wirtschaftshilfe No­vem­ber – Ver­fah­ren der Ab­schlags­zah­lung steht 

Das Verfahren der Abschlagszahlung für die Novemberhilfe steht. Darauf haben sich Bundeswirtschafts- und Bundesfinanzministerium geeinigt. Damit das Geld schnell bei den Betroffenen ankommt, werden Abschlagszahlungen ab Ende November erfolgen.

Verfahren der Abschlagszahlung:

Höhe der Abschlagszahlung

  • für Soloselbständige bis zu 5.000 €
  • für andere Unternehmen bis zu 10.000 €

Erste Auszahlungen der Abschlagszahlungen erfolgen ab Ende November 2020.

Antragsstellung:

  • Die Antragstellung und Auszahlung erfolgt voll elektronisch über die Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.
  • Die Antragstellung erfolgt einfach und unbürokratisch. Um Missbrauch vorzubeugen werden Maßnahmen zur Sicherstellung der Identität des Antragstellers vorgesehen.
  • Start der Antragstellung: in der letzten November-Woche 2020 (voraussichtlich 25.11., KW 48).

Das Verfahren der regulären Auszahlung der Novemberhilfen wird parallel vorbereitet und finalisiert, damit es unmittelbar im Anschluss an die Abschlagszahlungen gestartet werden kann.

Weitere Infos finden Sie hier:

Quelle: Bundesfinanzministerium

Stand 10.11.2020 - KfW-Schnell-Kredit jetzt auch für Soloselbstständige und kleine Betriebe bis 10 Mitarbeiter verfügbar!

Für Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel inklusive Warenlager) konnten bis dato nur Betriebe ab 11 Mitarbeitern den sogenannten KfW-Schnellkredit beantragen.

Dies ist nun auch für Soloselbstständige und Betriebe ≤ 10 Mitarbeitern möglich. Der Kredit wird zu 100 % abgesichert durch eine Garantie des Bundes und steht Unternehmen zur Verfügung, die aufgrund der Corona-Krise vorübergehend Finanzierungsschwierigkeiten haben, jedoch strukturell gesund und langfristig wettbewerbsfähig sind.

Der KfW-Schnellkredit für Soloselbstständige und kleine Unternehmen kann bei Ihrer Hausbank mit einer Höhe von bis zu 300.000 € beantragt werden, abhängig vom im Jahre 2019 erzielten Umsatz.

Die KfW hat speziell für Unternehmen bis zu 10 Beschäftigten eine Hotline eingerichtet: 069 7431 9057.

Weitere Infos dazu finden Sie hier und auf der Seite der KfW.

Stand 06.11.2020 - Au­ßer­or­dent­li­che Wirt­schafts­hil­fe No­vem­ber (Nothilfe) – Bundesfinanzministerium gibt erste Details bekannt

Die außerordentliche Wirtschaftshilfe für den Monat November 2020 bietet eine weitere zentrale Unterstützung für Betriebe, die von den aktuellen Corona-Einschränkungen besonders betroffen sind. Weitere Details und Bedingungen der Hilfen wurden nun bekannt gegeben. Diese finden Sie hier. Weitere Details von Bund und ggf. seitens des Landes folgen.

Quelle: Bundesfinanzministerium

Stand 05.11.2020 - !!Hygienische Hand- und Fußpflege definitiv erlaubt!!

Neue Auslegungshilfe zur 12. Corona-Bekämpfungsverordnung (CoBeLVO) heute veröffentlicht.

Diese stellt klar, dass neben der medizinischen auch die hygienische Hand- und Fußpflege gestattet ist.

Erlaubte Tätigkeiten:

  • hygienische Handpflege:
    • Behandlung von Nagelpilz
    • Behandlung von Altersflecken
    • etc.
  • hygienische Fußpflege:
    • Zehnägel schneiden
    • Hornhaut entfernen
    • etc.

Grundsätzlich nicht ausgeführt werden dürfen dekorative Maßnahmen wie z. B. das Auftragen von Nagellack. Im Übrigen ist weiterhin auch der Verkauf von Pflegeprodukten gestattet.

Somit dürfen auch Kosmetiker hygienische Hand- und Fußpflege betreiben.

Stand 04.11.2020 -Zweite Förderrichtlinie für das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ vom 23. Oktober 2020

Ziel der Förderung

Stärkere Nutzung der Verbund- und Auftragsausbildung im Ausbildungsjahr 2020/2021 zugunsten Auszubildender kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), die ihre Ausbildung temporär nicht im eigenen Betrieb (dem Stammausbildungsbetrieb) beginnen oder weiterführen können, weil dieser vollständig oder zu wesentlichen Teilen aufgrund der Corona-Pandemie von Schließungen oder erheblichen Einschränkungen betroffen ist, die eine Fortsetzung des Geschäftsbetriebs maßgeblich behindern oder die Einstellung desselben bedingen. Übernehmen in diesem Fall KMU (Interims-Ausbildungsbetriebe), überbetriebliche Bildungsstätten (ÜBS) oder andere etablierte Ausbildungsdienstleister eine Auftrags- oder Verbundausbildung, so sollen diese durch nicht rückzahlbare Zuschüsse gefördert werden. Wobei die betriebliche Ausbildung immer Vorrang hat.

Ausführliche Informationen finden Sie hier.

Stand 30.10.2020 - 12. CoBeLVO veröffentlicht - Diese Änderungen gelten für das Handwerk

Das Land Rheinland-Pfalz hat heute die von Bund und Ländern am 28.10.2020 beschlossenen Maßnahmen in der 12. Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz verankert.

Die Verordnung gilt vom 02.11.2020 bis 30.11.2020.

Die wesentlichen Auswirkungen für das Handwerk sind nachfolgend kurz skizziert:

  • Kosmetikstudios werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist.
  • Fußpflegeeinrichtungen sind erlaubt, sofern Dienstleistungen, die hygienischen oder medizinischen Gründen dienen erbracht werden.
  • Bäckereien, Konditoreien, Cafés und Eisdielen müssen ihren Gastronomiebereich schließen; die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause ist weiterhin gestattet.
  • Der Einzelhandel bleibt unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen insgesamt geöffnet. Dabei ist sicherzustellen, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro 10 qm Verkaufsfläche aufhält.
  • Alle Betriebe sind angehalten ihre Hygienekonzepte angesichts der gestiegenen Infektionszahlen zu überprüfen und ggf. anzupassen.

Die vollständige Verordnung mit allen Maßnahmen und Anforderungen sowie die entsprechende Auslegungshilfe finden Sie hier.

Stand 29.10.2020 - Fußpflege erlaubt ja oder nein? – Derzeit noch unklar

Alle bei uns eingetragenen Kosmetiker haben damit zu rechnen, dass sie auf Grundlage des Beschlusses der gestrigen Telefonkonferenz von Bund und Ländern, ihre handwerklichen Tätigkeiten vom 02.-30.11.2020 einstellen müssen; davon losgelöst ist aller Voraussicht nach jedoch der Einzelhandel.

Inwiefern das Ausüben von Fußpflege-Tätigkeiten gestattet ist, bleibt zunächst abzuwarten. Hierzu erwarten wir eine aktualisierte Landesverordnung, welche auch die Beschlüsse der o. g. Konferenz rechtskräftig verankert.

Ob möglicherweise eine ausreichende Qualifikation vorliegt, die zur medizinischen Fußpflege berechtigt, empfehlen wir mit dem örtlich zuständigen Ordnungsamt abzuklären und sich gegebenenfalls die Erlaubnis schriftlich bestätigen zu lassen.

Stand 29.10.2020 - Videokonferenz Bund & Länder – Neue Beschlüsse gelten ab 02.11.2020

In der Videokonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 28. Oktober 2020 wurde zu ihren bisherigen Beschlüssen weitere Maßnahmen beschlossen. Sie sollen zunächst vom 02.11.-30.11.2020 gelten. Nachfolgend sind die wesentlichen Maßnahmen zusammengefasst. Den vollständigen Beschluss finden Sie hier.

Die Rechtsverbindlichkeit in den jeweiligen Bundesländern tritt über die noch zu erlassenden, einzelnen Länderverordnungen in Kraft. In diesen sind dann die entsprechenden, länderspezifischen Details enthalten und bindend.

Nach Ablauf von zwei Wochen werden die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder sich erneut beraten und die durch die Maßnahmen erreichten Ziele beurteilen und notwendige Anpassungen vornehmen.

Kontakte verringern und Abstand halten

Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.

Aufenthalt in der Öffentlichkeit:

nur mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes jedoch in jedem Falle maximal mit 10 Personen. Dies gilt verbindlich und Verstöße gegen diese Kontaktbeschränkungen werden entsprechend von den Ordnungsbehörden sanktioniert.

Private Veranstaltungen/Zusammenkünfte auf öffentlichen Plätzen

Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel. Bund und Länder wirken bei den verstärkten Kontrollen zusammen.

Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden untersagt. Profisportveranstaltungen können nur ohne Zuschauer stattfinden.

Private Reisen / Besuche von Verwandten

Bürgerinnen und Bürger werden aufgefordert, generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche -auch von Verwandten- zu verzichten. Das gilt auch im Inland und für überregionale tagestouristische Ausflüge. Übernachtungsangebote im Inland werden nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt.

Schließung von gewerblichen Einrichtungen/Institutionen

  • Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind, werden geschlossen. Dazu gehören:
    • Theater, Opern, Konzerthäuser, und ähnliche Einrichtungen,
    • Messen, Kinos, Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen,
    • Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen,
    • der Freizeit- und Amateursportbetrieb mit Ausnahme des Individualsports allein, zu zweit oder mit dem eignen Hausstand auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen,
    • Schwimm- und Spaßbäder, Saunen und Thermen,
    • Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen.
  • Gastronomiebetriebe sowie Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen  Ausnahme: Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause sowie der Betrieb von Kantinen.
  • Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie
    • Kosmetikstudios,
    • Massagepraxen,
    • Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe

       Ausnahme: Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo und Logotherapien sowie Podologie/Fußpflege, bleiben weiter möglich. Friseursalons bleiben unter den bestehenden Auflagen zur Hygiene geöffnet.

Weiterhin geöffnet bleiben:

Groß- und Einzelhandel bleibt unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen insgesamt geöffnet. Dabei ist sicherzustellen, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro 10 qm Verkaufsfläche aufhält.

Schulen und Kindergärten bleiben offen. Die Länder entscheiden über die erforderlichen Schutzmaßnahmen.

Auch in der Pandemie wollen Bund & Länder in Industrie, Handwerk und Mittelstand sicheres Arbeiten möglichst umfassend ermöglichen. à Arbeitgeber haben eine besondere Verantwortung für ihre Mitarbeiter, um sie vor Infektionen zu schützen. Deshalb muss jedes Unternehmen in Deutschland auch auf Grundlage einer angepassten Gefährdungsbeurteilung sowie betrieblichen Pandemieplanung ein Hygienekonzept umsetzen und angesichts der gestiegenen Infektionszahlen auch nochmals anpassen.

Ziel ist u. a.

  • nicht erforderliche Kontakte in der Belegschaft und mit Kunden zu vermeiden,
  • allgemeine Hygienemaßnahmen umzusetzen und
  • die Infektionsrisiken bei erforderlichen Kontakten durch besondere Hygiene- und Schutzmaßnahmen zu minimieren
  • Infektionsketten, die im Betrieb entstehen, schnell zu identifizieren

Bund und Länder fordern die Unternehmen eindringlich auf, jetzt wieder angesichts der hohen Infektionszahlen, wo immer dies umsetzbar ist, Heimarbeit oder das mobile Arbeiten zu Hause zu ermöglichen.

Die für den Arbeitsschutz zuständigen Behörden sowie die Unfallversicherungsträger beraten die Unternehmen dabei und führen Kontrollen durch.

Hilfsmaßnahmen

Für die von den temporären Schließungen erfassten Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen wird der Bund eine außerordentliche Wirtschaftshilfe gewähren, um sie für finanzielle Ausfälle zu entschädigen. Der Erstattungsbetrag beträgt 75% des entsprechenden Umsatzes des Vorjahresmonats für Unternehmen bis 50 Mitarbeiter, womit die Fixkosten des Unternehmens pauschaliert werden. Die Prozentsätze für größere Unternehmen werden nach Maßgabe der Obergrenzen der einschlägigen beihilferechtlichen Vorgaben ermittelt. Die Finanzhilfe wird ein Finanzvolumen von bis zu 10 Milliarden haben.

Der Bund wird die Hilfsmaßnahmen für Unternehmen verlängern und die Konditionen für die hauptbetroffenen Wirtschaftsbereiche verbessern (Überbrückungshilfe III). Dies betrifft zum Beispiel den Bereich der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft und die Soloselbständigen. Außerdem wird der KfW-Schnellkredit für Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten geöffnet und angepasst.

Bund und Länder werden die Information über die geltenden Corona-Maßnahmen noch einmal verstärken und durch möglichst einheitliche Maßnahmen die Übersichtlichkeit erhöhen. Sie werden jedoch auch die Kontrollen zur Einhaltung der Maßnahmen flächendeckend verstärken und dabei auch mittels verdachtsunabhängiger Kontrollen, insbesondere im grenznahen Bereich, die Einhaltung der Quarantäneverordnungen überprüfen.

Stand 27.10.2020 - Allgemeinverfügungen und aktuelle Corona-Maßnahmen/-Informationen der einzelnen Landkreise und der kreisfreien Stadt Koblenz (Stand 26.10.2020)

Stand 16.10.2020 - Corona Warn- und Aktionsplan RLP

Das Land Rheinland-Pfalz hat einen Corona Warn- und Aktionsplan RLP veröffentlicht.

Die Verordnungen der Landesregierung regeln die landesweit geltenden Schutzmaßnahmen. Die örtlichen Behörden sind befugt (und im Bedarfsfall verpflichtet) über die Verordnung hinausgehende Maßnahmen, aber auch Ausnahmen anzuordnen. Das vorliegende Konzept ist als Empfehlung für das Handeln der kommenden Wochen zu verstehen.

Der Stufenplan der Landesregierung „Zukunftsperspektive RLP“ basiert auf regionalen 7-Tage-Inzidenz-Stufen für die Landkreise und kreisfreien Städte.

Dieser beinhaltet 3 Stufen:

  • 7-Tage-Inzidenzwert ≥ 20 Fälle / 100.000 Einwohner   Stufe 1 gelb (Warnstufe)
  • 7-Tage-Inzidenzwert > 35 Fälle / 100.000 Einwohner   Stufe 2 orange (Gefahrenstufe)
  • 7-Tage-Inzidenzwert > 50 Fälle / 100.000 Einwohner   Stufe 3 rot (Alarmstufe   Risikogebiet)

Das Überschreiten der 7-Tage-Inzidenzwerte ist ein Warn- und Gefahrenhinweis, der keine Automatismen auslöst.

Dabei ist im konkreten Einzelfall zu prüfen, welche erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen sind.

Hierbei ist auch zu berücksichtigen, ob die Fälle auf ein eingrenzbares Geschehen zurückzuführen sind.

Innerhalb der einzelnen Stufen sind folgende zusätzliche Vorkehrungen zu treffen:

Warnstufe (1)Gefahrenstufe (2)Alarmstufe (3) Risikogebiet
7-Tage-Inzidenzwert ≥ 20 Fälle / 100.000 Einwohner7-Tage-Inzidenzwert ≥ 35 Fälle / 100.000 Einwohner7-Tage-Inzidenzwert ≥ 50 Fälle / 100.000 Einwohner

Gefordert sind die Kommunen, alle anderen Einrichtungen / Betriebe / Vereine / Institutionen.

  • stärkere Sensibilisierung
  • Appell an die eigene Verantwortung jedes Einzelnen
  • Hervorhebung der „AHA-Regeln“  und
  • konsequente Lüftung in baulichen Einrichtungen

Zusammentreten einer regionalen Corona-Task-Force (betroffene Kommunen, Ordnungsbehörden, Gesundheitsamt, Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, Innenministerium, Bildungsministerium, Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Kommunale Spitzenverbände, Polizei) am 1. Tag der Überschreitung des 7-Tage-Inzidenzwertes.

  • Empfehlungen durch regional spezifische Allgemeinverfügungen oder Erlasse beschließen
  • Die Maßnahmen sollen spätestens am 5. Tag der Überschreitung des 7-Tage-Inzidenzwerts ergriffen werden, es sei denn das Geschehen ist eingrenzbar.

Verhinderung einer flächendeckende Ausbreitung!

  • Die Task Force gibt Empfehlungen für regionale Maßnahmen, die ggf. mit Einschränkungen des öffentlichen Lebens verbunden sind (Allgemeinverfügung oder Erlasse)
  • Die weiteren Maßnahmen sollen spätestens am 5. Tag der Überschreitung des 7-Tage-Inzidenzwerts ergriffen werden, es sei denn das Geschehen ist eingrenzbar.
Maßnahmen:Mögliche Maßnahmen sind:Mögliche Maßnahmen zusätzlich zur Stufe 2:
  • erhöhte Aufmerksamkeit schaffen
  • verstärkte Öffentlichkeitsarbeit, gezielte Hinweise auf Verhaltensempfehlungen und die Corona-Regeln via Presse, Social Media sowie auf der Corona-Homepage des Landes und Homepages der Landkreise
  • Vorbereitung auf eventuelles Eintreten der Stufe 2, regionale Lageanalyse, Etablierung zusätzlicher Meldeketten.
  • Verschärfung der Personenbegrenzung auf eine Person je 10 qm
  • Erweiterung der Maskenpflicht, zum Beispiel in Schulen, Freizeitparks, Messen und an weiteren stark frequentierten Orten
  • Reduzierung von erlaubten Veranstaltungsgrößen auch für private Feiern;
  • keine Möglichkeit der Ausnahmegenehmigung zur Erweiterung der Personenanzahl für Veranstaltungen bis zu einer Regelgrenze von 20 v. H. der am Veranstaltungsort vorhandenen Platzkapazitäten
  • Verbot von Kontaktsport
  • Sperrstunden in der Gastronomie.
  • Verschärfung der Personenbegrenzung auf eine Person je 20 qm
  • Kontaktbeschränkung auf maximal 5 Personen
  • Maskenpflicht auf öffentlichen stark frequentierten Plätzen
  • Wechsel zwischen Präsenz- und Fernunterricht an Schulen
  • Etablierung von Notbetreuungen
  • Entscheidung über Maskenpflicht auch an festem Platz bei Veranstaltungen
  • weitere Reduzierung von erlaubten Veranstaltungsgrößen auch für private Feiern
  • Schließung einzelner gesellschaftlicher und gewerblicher Bereiche
  • Sperrstunde ab 23 Uhr
  • Außenabgabeverbot von Alkohol


Weiterführende Informationen erhalten Sie hier.

Quelle: Landesregierung Rheinland-Pfalz

Kostenlose Plattform für Handwerksbetriebe online

www.handwerk-macht.de ist die neue Online-Plattform der HwK Koblenz, auf der sich Mitgliedsbetriebe kostenfrei registrieren können. Mit ihr bieten wir Handwerkern aus der Region die Chance, eigene Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren und langfristig eine digitale Brücke zu ihren Kunden aufzubauen!

Betriebsberatung

beratung@hwk-koblenz.de

0261 398-251
0261 398-257
0261 398-258



Rechtsberatung

recht@hwk-koblenz.de

0261 398-205
0261 398-202
0261 398-261



+++Aktuelle Mitteilungen für Lehrbetrieb, Prüfungswesen und Erwachsenenbildung+++

Der Schutz der Auszubildenden und unserer Mitarbeiter steht für uns an erster Stelle. Hierfür haben wir Hygienemaßnahmen vorbereitet:



Stand 04.11.2020 - Zweite Förderrichtlinie für das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ vom 23. Oktober 2020

Ziel der Förderung

Stärkere Nutzung der Verbund- und Auftragsausbildung im Ausbildungsjahr 2020/2021 zugunsten Auszubildender kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), die ihre Ausbildung temporär nicht im eigenen Betrieb (dem Stammausbildungsbetrieb) beginnen oder weiterführen können, weil dieser vollständig oder zu wesentlichen Teilen aufgrund der Corona-Pandemie von Schließungen oder erheblichen Einschränkungen betroffen ist, die eine Fortsetzung des Geschäftsbetriebs maßgeblich behindern oder die Einstellung desselben bedingen. Übernehmen in diesem Fall KMU (Interims-Ausbildungsbetriebe), überbetriebliche Bildungsstätten (ÜBS) oder andere etablierte Ausbildungsdienstleister eine Auftrags- oder Verbundausbildung, so sollen diese durch nicht rückzahlbare Zuschüsse gefördert werden. Wobei die betriebliche Ausbildung immer Vorrang hat.

Antragsberechtigt sind

  • Ausbildende KMU aus allen Wirtschaftsbereichen, die im Rahmen der Auftrags- oder Verbundausbildung für mindestens sechs Monate im eigenen Betrieb ausbilden und über die hierfür notwendige Ausbildungseignung verfügen. Als KMU gelten Betriebe mit bis zu 249 Beschäftigten. Als Beschäftigtenzahl wird die Zahl der Mitarbeiter in Vollzeitäquivalenten zum Stichtag 29. Februar 2020 zugrunde gelegt. Der Sitz oder eine Niederlassung des Betriebes muss in Deutschland liegen.
  • Überbetriebliche Berufsausbildungsstätten (ÜBS) und andere etablierte Ausbildungsdienstleister, die im Rahmen der Auftrags- oder Verbundausbildung für mindestens sechs Monat ausbilden.
  • Landesinnungsverbände und Fachverbände, die für ihre als juristische Personen des öffentlichen Rechts oder im Sinne der Abgabenordnung gemeinnützige juristische Personen des privaten Rechts organisierte Mitglieder ÜBA durchführen.
  • Natürliche und juristische Personen des privaten Rechts, die Träger von Berufsbildungsstätten sind (Ausbildungsdienstleister).

Keine Förderung erhalten Arbeitgeber der öffentlichen Hand, wie Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, privatrechtliche Unternehmen und Organisationen, an denen die öffentliche Hand die Kapitalmehrheit hält oder deren Finanzierung überwiegend durch öffentliche Mittel erfolgt sowie Schulen und Hochschulen.

Antragstellern, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet worden ist, wird keine Förderung gewährt. Dasselbe gilt für Antragsteller, die zur Abgabe der Vermögensauskunft nach § 802c der Zivilprozessordnung oder § 284 der Abgabenordnung verpflichtet sind oder bei denen diese abgenommen wurde.

Voraussetzungen

  • Der Stammbetrieb muss einen Ausbildungsvertrag in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf abgeschlossen haben.
  • Der Stammausbildungsbetrieb muss mit dem Zuwendungsempfänger eine Vereinbarung über eine Auftrags- oder Verbundausbildung mit einer Mindestdauer von sechs Monaten abgeschlossen haben. Diese Vereinbarung muss zwischen dem 24.06.2020 und 30.06.2021 geschlossen werden.
  • Die Auftrags- oder Verbundausbildung muss vereinbart worden sein, weil der Stammausbildungsbetrieb im Ausbildungsjahr 2020/21 die Ausbildung pandemiebedingt temporär nicht im eigenen Betrieb beginnen oder weiterführen kann. Eine pandemiebedingte temporäre Unmöglichkeit zur Weiterführung der Ausbildung liegt vor, wenn der Betrieb vollständig oder zu wesentlichen Teilen pandemiebedingt von Schließungen oder erheblichen Einschränkungen betroffen ist, die eine Fortsetzung des Geschäftsbetriebs maßgeblich behindern oder die Einstellung desselben bedingen. Diese wird angenommen, wenn
    • der Stammausbildungsbetrieb im Jahr 2020 wenigstens einen Monat Kurzarbeit durchgeführt hat oder
    • der Umsatz des Stammausbildungsbetriebs in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 50 Prozent gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten zurückgegangen ist oder
    • der sein durchschnittlicher Umsatz im gesamten Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen ist. Bei einem Stammausbildungsbetrieb, der nach April 2019 gegründet worden ist, sind zum Nachweis des Umsatzeinbruches von mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten als Vorjahresmonate November und Dezember 2019 zum Vergleich heranzuziehen.

Förderhöhe

4.000 Euro nicht rückzahlbarer Zuschuss für jeden interimsweise übernommen Auszubildenden für den aufnehmenden Betrieb, die Bildungsstätte oder den Ausbildungsdienstleister.

Antragstellung

  • Bei der Deutschen Rentenversicherung - Knappschaft-Bahn-See (KBS) www.kbs.de/bpa.
    Dem Antrag sind verschiedene Bestätigungen der Handwerkskammer beizufügen (wie z. B. Bestätigung der Eintragung des Ausbildungsverhältnisses in die Lehrlingsrolle, der Höhe der Ausbildungsvergütung, der Geeignetheit des Zuwendungsempfängers zur temporären Fortsetzung der Ausbildung). Die KBS stellt auf ihrer Homepage die zu nutzenden Antragformulare und Bestätigungsvorlagen bereit.
  • Die Antragsstellung ist bis zum 30.09.2021 möglich
Berufsbildung

bildung@hwk-koblenz.de

0261 398-311



Ausbildungsberatung

ausbildung@hwk-koblenz.de

0261 398-333
0261 398-335
0261 398-336

Sonstige Informationen



Aufgrund der momentanen Corona-Situation sind folgende Standorte für den Publikumsverkehr geschlossen. Selbstverständlich haben Betriebe die Möglichkeit, uns telefonisch oder per E-Mail zu kontaktieren. Sofern eine persönliche Beratung erforderlich ist, ist eine Terminvereinbarung erforderlich.

BildungseinrichtungStandort
Ahr-AkademieBad Neuenahr-Ahrweiler
Hunsrück-AkademieSimmern
Mosel-AkademieCochem
Westerwald-AkademieWissen
Zentrum für Restaurierung und DenkmalpflegeHerrstein
BerufsbildungszentrumBad Kreuznach
BerufsbildungszentrumRheinbrohl
Pädagogisches Zentrum Handwerk (inkl. Robert-Bosch-Straße)Koblenz

Am Empfang besetzt sind unsere Standorte in Koblenz:

StandortAnschriftÖffnungszeitenTelefonnummer
Verwaltungszentrale der HwK KoblenzFriedrich-Ebert-Ring 33, 56068 Koblenzmontag bis donnerstag, 8 bis 16.30 Uhr,
freitags 8 bis 14 Uhr
0261 398-0
Zentrum für Ernährung und GesundheitSt.-Elisabeth-Straße 2, 56073 Koblenz9 bis 12 Uhr0261 398-362
Metall- und Technologiezentrum sowie KompetenzzentrumAugust-Horch-Straße 6-8, 56070 Koblenz9 bis 12 Uhr0261 398-512