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Qualifizierungslehrgang zum „Fachmann für Kunststoffschweißen“ im HwK-Kunststoff-Center

Schweißnähte ohne Ende: Heizkeilschweißgeräte der neuesten Generation dokumentieren Schweißparameter digital, während sie selbstständig Meter um Meter der Kunststoffbahnen verschweißen und die gewünschten Daten an den PC übermitteln. Foto: HwK
Schweißnähte ohne Ende: Heizkeilschweißgeräte der neuesten Generation dokumentieren Schweißparameter digital, während sie selbstständig Meter um Meter der Kunststoffbahnen verschweißen und die gewünschten Daten an den PC übermitteln. Foto: HwK

KOBLENZ. Das Kunststoff-Center der Handwerkskammer Koblenz ist eine von drei Ausbildungsstätten in ganz Deutschland und die einzige in Rheinland-Pfalz, die berechtigt ist, „Fachmänner für Kunststoffschweißen nach DVS-Richtlinie 2213“ auszubilden. Jetzt schlossen wieder acht Teilnehmer den zweiwöchigen Lehrgang erfolgreich ab.

Angesichts des stetig wachsenden Bedarfs an technischen Kunststoffen für spezielle Anwendungen und der im gleichen Maße steigenden Nachfrage nach kompetenter Beratung und Verarbeitung, entscheiden sich immer mehr Unternehmen dafür, einen Teil ihrer Mitarbeiter als Kunststoffschweißfachmänner auszubilden. Nicht zuletzt ist ein solcher Fachmann entscheidend im Wettstreit um neue Aufträge und unerlässlich für die korrekte Planung und Umsetzung von Kunststoffschweißaufträgen.

„Nahezu jeder der Teilnehmer ist in seinem Fachgebiet aufgrund seiner langjährigen Berufserfahrung ein Spezialist, der über unzählige Tipps und Kniffe aus der Praxis verfügt und so manche Geschichte aus dem Arbeitsalltag mit seinen Kollegen und dem Dozenten teilt“, erzählt Dipl.-Ing. Florian Krätz, HwK-Ausbilder im Kunststoff-Center. „Bei so viel geballter Fachkompetenz aus dem Kunststoffsektor ist es ein besonderes Erlebnis, den Lehrgang zu leiten.“

Aus der Praxis

Einen der Absolventen findet man auch gleich noch bei der Arbeit. Mit dem „Warmgasextruder“, einem Kunststoffschweißgerät, in der Hand, steht Andreas Schmitt über einer meterlangen, schwarzen PE-HD-Bahn und zieht eine saubere Naht nach der anderen. „Endlich ein vertrautes Arbeitsgerät, das ist meine Welt“, schmunzelt der 42-jährige Betriebsinhaber aus der Nähe von Würzburg. Mit seiner Firma „Depotec GmbH“, die auf Oberflächenabdichtungen für Deponien und den Kunststoff-Rohrleitungsbau spezialisiert ist, hat er schon einige Kilometer an Folie verlegt und schon so manch eigenes Patent vermarktet. So beispielsweise den innovativen Schwimmbelag zur Abdeckung von befüllten Becken, mit dem er sein Angebotsprogramm rund um die Deponie abrundet. „Für mich ist es nicht nur wichtig, dass ich selbst über alle Schweißverfahren auf meinen Baustellen genauestens Bescheid weiß, sondern auch, dass ich die Möglichkeit habe, als Schweißaufsichtsperson die jährlichen Verlängerungsintervalle meiner Schweißer auf das Doppelte zu verlängern“, erklärt Andreas Schmitt seine Entscheidung für die Fortbildung zum Fachmann für Kunststoffschweißen.

Dass die bei der HwK Koblenz erworbene Zusatzqualifikation dazu beiträgt, den entscheidenden Vorsprung an Know-how und Technik vor den Mitbewerbern zu sichern und damit optimistisch in die Zukunft blicken zu können, darüber waren sich alle Lehrgangsteilnehmer einig.

Der nächste Vollzeit-Kurs zum „Fachmann für Kunststoffschweißen“ startet am 24. Januar 2011 in Koblenz (montags bis freitags, 8 bis 17.30 Uhr).

Informationen zum Fachmann für Kunststoffschweißen beim HwK-Kunststoff-Center, Tel.: 0261/ 398-633, Fax: -988, E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können , Internet: www.hwk-bildung.de

Stand: 11.03.2010