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HwK-Meisterbefragung: Sparkassen und Genossenschaftsbanken als bevorzugte Finanzierungspartner

Die Jungmeister im Handwerk sind zufrieden mit ihren Hausbanken. Foto: HwK
Die Jungmeister im Handwerk sind zufrieden mit ihren Hausbanken. Foto: HwK

Koblenz. Bereits zum 22. Mal hat die Handwerkskammer (HwK) Koblenz anlässlich der bevorstehenden Meisterfeier am 7. März die Jungmeister der Prüfungsjahrgänge 2008 und 2009 befragt. Dabei ging es auch um die grundsätzliche Bereitschaft zur Existenzgründung und um Fragen zur geplanten oder umgesetzten Finanzierung der Selbstständigkeit.

Insgesamt ist die grundsätzliche Bereitschaft, sich selbstständig zu machen, angesichts der allgemeinen wirtschaftlichen Lage etwas geringer als in den vorhergehenden Befragungen, liegt aber weiterhin noch bei fast 50 Prozent. Etwa jeder Zehnte aus den beiden aktuellen Meisterjahrgängen hat den Schritt in die Selbstständigkeit bereits vollzogen.

Wie in der Vergangenheit sind die Finanzierungspartner der Gründer im Handwerk hauptsächlich die Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Die Gründer geben ihren Hausbanken sehr gute Noten, 87 Prozent der bereits selbstständigen Meister sind mit der Betreuung durch ihre Hausbank zufrieden. Auch dieser Wert korrespondiert mit den Angaben aus der Vorgängerbefragung, was umso bemerkenswerter ist angesichts der öffentlichen Diskussion um veränderte Finanzierungsbedingungen im Kontext der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise.

Stephanie Binge, Leiterin der HwK-Betriebsberatung, führt dieses Ergebnis auch darauf zurück, dass die Existenzgründung bereits in den Meistervorbereitungskursen ein Thema ist. Die Betriebsberater arbeiten in diesem Rahmen frühzeitig auf das notwendige Erstellen eines Businessplanes und die umfassende Vorbereitung eines Bankgesprächs hin. Im individuellen Beratungsgespräch können sie darüber hinaus ihre Konzeption mit den erfahrenen HwK-Beratern auf ihre Tragfähigkeit und mögliche Finanzierungschancen hin ausloten.

Manfred Graulich, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Koblenz, äußert sich zufrieden mit dem Befragungsergebnis: „Die Sparkassen als in der Region verwurzelte Kreditinstitute unterstützen gerne Gründer mit einem gut durchdachten und realistischen Vorhaben. Selbstverständlich werden öffentliche Förderinstrumente oder Bürgschaften angeboten und bei der Finanzierung soweit wie möglich und gewünscht berücksichtigt.“

Vorstandsvorsitzender Theodor Winkelmann von der Volksbank Koblenz Mittelrhein eG kann dies von Seiten der Genossenschaftsbanken ebenfalls nur bestätigen und ergänzt, dass „ein Gründer seine Chancen auf eine Finanzierung merklich erhöht, wenn Experten sein Konzept im Vorfeld bereits kritisch hinterfragt haben“. Außerdem zeige sich, dass Gründer mit entsprechenden Qualifikationen deutlich größere Chancen am Markt hätten.

In Zusammenarbeit mit der Sparkasse Koblenz, der Volksbank Koblenz Mittelrhein eG, der Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz und der handwerksnahen Signal Iduna lädt die HwK-Betriebsberatung alle, die sich mit dem Gedanken an eine Selbstständigkeit befassen, am 13. März von 9-13 Uhr zum Gründertag in Koblenz ein. Fachleute der HwK und der Mitveranstalter zeigen in Fachvorträgen Grundlagen der Existenzgründung auf und stehen für individuelle Beratungsgespräche zur Verfügung.

Informationen zur Existenzgründung bei der HwK-Betriebsberatung, Tel.: 0261/ 398-251, Fax: -994, E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Stand: 04.03.2010