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Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle und HwK-Präsident Werner Wittlich: „Handwerk ist Motor der Wirtschaft, Meistergeneration 2010 treibt sie künftig an!“

Die drei Besten aller Handwerksmeister sind Augenoptikerin Carina Müller (2.v.r.), Feinwerkmechaniker Stephan Kirchhoff (3.v.r.) und Zimmerer Martin Buchholz (4.v.r.), denen durch Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (links) und HwK-Präsident Werner Wittlich die Meisterbriefe überreicht wurden. Fotos: P!ELmedia
Die drei Besten aller Handwerksmeister sind Augenoptikerin Carina Müller (2.v.r.), Feinwerkmechaniker Stephan Kirchhoff (3.v.r.) und Zimmerer Martin Buchholz (4.v.r.), denen durch Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (links) und HwK-Präsident Werner Wittlich die Meisterbriefe überreicht wurden. Fotos: P!ELmedia

KOBLENZ. „Es ist Ihre Meisterfeier! Genießen Sie diesen Tag und nutzen Sie das erworbene Wissen, um mit dem Meisterbrief Ihre ganz persönliche Erfolgsstory zu verwirklichen“, begrüßte Werner Wittlich, Präsident der Handwerkskammer Koblenz, die jüngste Meistergeneration bei der großen HwK-Meisterfeier. 1.146 Jungmeisterinnen und Jungmeister, die in den vergangenen zwei Jahren bei der Handwerkskammer ihre Meisterprüfung bestanden haben, erhielten am 7. März ihren „Großen Befähigungsnachweis“ – den Großen Meisterbrief – und feierten in der Koblenzer Rhein-Mosel-Halle zusammen mit ihren Familien und Freunden diesen besonderen Tag.

Als Festredner konnten HwK-Präsident Werner Wittlich (links) und Hauptgeschäftsführer Alexander Baden (rechts) den Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Rainer Brüderle begrüßen.
Als Festredner konnten HwK-Präsident Werner Wittlich (links) und Hauptgeschäftsführer Alexander Baden (rechts) den Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Rainer Brüderle begrüßen.

Als Festredner konnten HwK-Präsident Werner Wittlich und Hauptgeschäftsführer Alexander Baden den Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Rainer Brüderle begrüßen, der in seiner Ansprache klare, lobende Worte für das Handwerk und seine junge Meistergeneration fand: „Das Handwerk ist als Herzstück des Mittelstandes eine der wichtigsten Säulen unserer Wirtschaft. Stellen Sie die Qualität und den Nutzen Ihrer Leistung in den Vordergrund. Seien Sie Vorbild für Ihre Kollegen und Mitarbeiter, aber vor allem auch für die Jugend!“ Den Besten aus 25 Handwerken überreichten Wittlich und Brüderle persönlich die Meisterbriefe.

Volles Haus zur großen Meisterfeier der Handwerkskammer Koblenz in der Rhein-Mosel-Halle, die bis auf den letzten Platz gefüllt war.
Volles Haus zur großen Meisterfeier der Handwerkskammer Koblenz in der Rhein-Mosel-Halle, die bis auf den letzten Platz gefüllt war.

In einer bis auf den letzten Platz gefüllten Rhein-Mosel-Halle unterstrichen auch zahlreiche nationale und internationale Ehrengäste mit ihrem Kommen den hohen Stellenwert der Meisterqualifikation, sprachen damit aber auch die jüngste Meistergeneration persönlich an und gratulierten den über 1.100 Handwerkern zu dem Erreichten. Die Handwerkskammer begrüßte zahlreiche Abgeordnete, darunter Dr. Werner Langen, MdEP, Vertreter von Justiz, Chefs von Bundes- und Landeseinrichtungen, Landräte und Repräsentanten von Forschung und Wissenschaft, so den Präsidenten des Oberverwaltungsgerichts und Verfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalz, Prof. Dr. Karl-Friedrich Meyer, Dagmar Barzen als Präsidentin der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, Polizeipräsident Horst Eckhardt oder den Vizepräsidenten der Universität Koblenz-Landau, Prof. Dr. Peter Ullrich. Einen besonderen Gruß richtete Werner Wittlich an seine Präsidenten-Kollegin Brigitte Mannert (HwK der Pfalz) sowie die Delegationen aus den Partnerländern der HwK Koblenz auf dem Balkan mit den Präsidenten und Geschäftsführern der dortigen Partnerorganisationen.

Bereits jeder zehnte Jungmeister ist Unternehmer

In seiner Begrüßungsrede sprach sich HwK-Präsident Wittlich klar für den hohen Stellenwert des Meisterbriefes aus: „Als Handwerksmeister treiben Sie den Motor der Wirtschaft in Zukunft an. Sie werden Wirtschaftsgeschichte schreiben – so wie Generationen von Handwerkern vor Ihnen.“ Mit dem Meisterbrief verbinde sich „Können, berufliche Perfektion, aber auch soziale Kompetenz. All das fällt nicht vom Himmel. Dafür haben Sie hart gearbeitet, haben Zeit und Geld investiert.“ Jeder einzelne unter den 1.146 Meistern habe nun die Chance, mit seinem Meisterbrief persönliche und berufliche Pläne umzusetzen, Ziele zu erreichen. „Dabei wird die Handwerkskammer als zuverlässiger Partner an Ihrer Seite stehen. Nutzen Sie unser Beratungs-, Bildungs- und Serviceangebot!“, machte Wittlich deutlich. „Ein Angebot, das viele von Ihnen bereits in Anspruch genommen haben über die HwK-Existenzgründerberatung, denn jeder Zehnte von Ihnen führt bereits ein Unternehmen.“

Aus Beratungsgesprächen weiß die HwK Koblenz: Durchschnittlich arbeiten in diesen jungen Betrieben drei Mitarbeiter, ein Jugendlicher wird ausgebildet. Mehr als 30 Prozent will sich in naher Zukunft selbstständig machen. Wittlich hob auch hervor, dass „es sicherlich günstigere Zeiten für die Gründung eines Handwerksbetriebes gab – aber auch schon deutlich schlechtere“. Fast 50 Prozent der frisch gebackenen Handwerksmeister werden ein Unternehmen übernehmen oder gründen – eine seit Jahren konstante Quote. „Sie spricht für das Selbstvertrauen der jungen Meistergeneration, für das Know-how des Meisterbriefes, aber auch für eine Grundeinstellung: Das Handwerk jammert nicht, es macht sich nicht abhängig von guten oder schlechten Wirtschaftsszenarien, sondern es packt an!“, so Wittlich, der mit Blick auf die jüngste Debatte um Hartz IV auch deutlich sagte, dass „das Handwerk zu den Leistungsträgern zählt, nicht zu den Leistungsempfängern. Entsprechende Unterstützung erwarten wir aus der Politik“.

Brüderle: „Handwerk ist bedeutender Wirtschaftsfaktor“

Bundeswirtschaftsmister Rainer Brüderle kam gern zur HwK-Meisterfeier nach Koblenz: „Es zieht mich zu den Tüchtigen im Land. Und Sie sind die Tüchtigen!“.
Bundeswirtschaftsmister Rainer Brüderle kam gern zur HwK-Meisterfeier nach Koblenz: „Es zieht mich zu den Tüchtigen im Land. Und Sie sind die Tüchtigen!“.

Als zuverlässiger Partner aus der Politik sprach auch Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle zur Meistergeneration 2010, motivierte wie Wittlich die Meister, als Unternehmer und Betriebsleiter Verantwortung zu übernehmen. „Das Handwerk ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und hat sich auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten behauptet, war eine sichere Bank für Beschäftigung und Ausbildung. Gerade das Ausbildungsengagement ist beispielhaft, denn das Handwerk stellt 30 Prozent aller Ausbildungsplätze in Deutschland!“. Der Wirtschaftsminister machte vor den über 1.100 Jungemeisterinnen und Jungmeistern und ihren Familien kein Geheimnis aus seiner persönlichen Wertschätzung für das Handwerk und erklärte sein Kommen zur Meisterfeier so: „Es zieht mich zu den Tüchtigen im Land. Und Sie sind die Tüchtigen!“. Der Meisterbrief, so Brüderle, sei der „Doktor-Titel der beruflichen Praxis – ein Qualitätsmerkmal und Aushängeschild des Handwerks“. Die Bereitschaft, Unternehmen zu gründen oder zu übernehmen, sei im Handwerk überdurchschnittlich vorhanden. „Vergleichen wir die Selbstständigenquote, schneidet Deutschland im europäischen Vergleich schlecht ab. Nur 3,8 Prozent aller Erwerbstätigen sind selbstständig. Das muss verbessert werden. Das Handwerk hat hierbei eine gute Position und zeigt, wie es geht.“

Für Rainer Brüderle war der Auftritt in der Rhein-Mosel-Halle ein „Heimspiel“: Über Jahre machte er sich als rheinland-pfälzischer Wirtschaftsminister verdient um die Förderung des Mittelstandes und pflegte immer einen sehr engen Kontakt und Austausch mit dem Handwerk. So war das Kommen zur Feier wie auch die Ehrung der Jahrgangsbesten für den erfahrenen Wirtschaftspolitiker ein persönliches Anliegen, das er gerne übernahm.

Besten ihres Handwerks durch Wittlich und Brüderle geehrt

Die besten Jungmeister aus 25 Handwerken zusammen mit HwK-Hauptgeschäftsführer Alexander Baden (links).
Die besten Jungmeister aus 25 Handwerken zusammen mit HwK-Hauptgeschäftsführer Alexander Baden (links).

Die besten Handwerksmeister ihres Gewerks erhielten traditionell auf der Bühne der Rhein-Mosel-Halle ihre Großen Meisterbriefe. 25 Handwerkerinnen und Handwerkern wurde ihr Meisterbrief durch HwK-Präsident Werner Wittlich und Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle überreicht. Außerdem erhielten sie eine individuell gestaltete Briefmarkenkollektion („Post von ihrem Handwerksmeister“, der namentlich in der Briefmarke genannt wird). Carina Müller, Augenoptikermeisterin aus Hünfelden (Hessen), erhielt für das beste aller 1.146 Prüfungsergebnisse eine besondere Auszeichnung. Sie konnte sich – wie auch die Zweit- und Drittbesten - über eine Geldprämie freuen, gestiftet durch die Volksbank Mittelrhein.

Im Gespräch mit jungen Meistern

Zu einer guten Tradition der Meisterfeier ist die Talkrunde mit jungen Meistern geworden. Die SWR-Moderatoren Patricia Küll und Patrik Sommer, die gemeinsam durch die Feier führten, befragten fünf Meister im Rahmen einer Podiumsdiskussion zu Plänen und Perspektiven mit dem Meisterbrief, aber auch dazu, wo der Schuh drückt.

Die Musiker des Heeresmusikkorps 300 gingen beim finalen Stück „You´ll never walk alone“ voll mit, genauso wie die über 1.000 Handwerksmeister in der Halle.
Die Musiker des Heeresmusikkorps 300 gingen beim finalen Stück „You´ll never walk alone“ voll mit, genauso wie die über 1.000 Handwerksmeister in der Halle.

Die Meisterfeier 2010 wurde – wie auch in den vergangenen Jahren - vom Heeresmusikkorps 300 unter Leitung von Oberstleutnant Robert Kuckertz musikalisch umrahmt. Ein besonderes Highlight war der Auftritt von Stephan Flesch. Der Vollblutsänger aus Kaiserslautern faszinierte das Publikum mit seiner eindrucksvollen, mächtigen Stimme, die er mit viel Ausdruck und Gefühl einsetzte.

Im Anschluss an die Feier lud die Handwerkskammer Koblenz mit Unterstützung der handwerksnahen Signal Iduna Versicherung, der Innungskrankenkasse IKK Südwest sowie der Sparkasse Koblenz als Sponsoren die Gäste zu einem Imbiss ein.

Weitere Fotos von der Meisterfeier finden Sie in unserer Fotogalerie

Informationen zu den Meistervorbereitungskursen bei der HwK-Meisterakademie, Tel.: 0261/ 398-415, Fax: -990, E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Informationen zur HwK-Meisterfeier bei der Pressestelle der HwK Koblenz, Tel.: 0261/ 398-161, Fax: -996, E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können